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	<title>Presse &#8211; Deutsches Institut für Gutes Leben</title>
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	<description>Visionen, Strategien und die Kommunikation für die Welt von morgen.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 Apr 2026 10:45:22 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Presse &#8211; Deutsches Institut für Gutes Leben</title>
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	<item>
		<title>Wie Daten zu besserem Tourismus beitragen – Einblicke aus dem Projekt DIANA-T</title>
		<link>https://difgl.de/nicht-kategorisiert/presse/wie-daten-zu-besserem-tourismus-beitragen-einblicke-aus-dem-projekt-diana-t/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mathilda Kühne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 07:38:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie wird aus Daten eigentlich besserer Tourismus? Genau daran arbeiten wir im Projekt DIANA-T (Digitale Leistungen, Datenintegration und Datenautonomie für eine nachhaltigere Tourismusbranche), gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt – gemeinsam mit Partner*innen aus Praxis und Forschung. Aktuell erreicht das Projekt eine entscheidende Phase: Aus ersten Ideen und Pretotypes werden konkrete, belastbare Prototypen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie wird aus Daten eigentlich besserer Tourismus? <br/>Genau daran arbeiten wir im Projekt DIANA-T (Digitale Leistungen, Datenintegration und Datenautonomie für eine nachhaltigere Tourismusbranche), gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt – gemeinsam mit Partner*innen aus Praxis und Forschung. </p>

<p>Aktuell erreicht das Projekt eine entscheidende Phase: <br/>Aus ersten Ideen und Pretotypes werden <strong>konkrete, belastbare Prototypen</strong>. </p>

<p>Damit wird sichtbar:</p>

<ul class="wp-block-list">
<li>wie datenbasierte Lösungen im Tourismus tatsächlich aussehen können</li>



<li>wo sie echten Mehrwert schaffen</li>



<li>und was es braucht, damit sie in der Praxis funktionieren</li>
</ul>

<p><strong>Konkrete Umsetzung: Mobility Hub Prototyp</strong></p>

<p>Wir als <strong>Deutsche Institut für Gutes Leben (difgl)</strong> arbeitet im Projekt nicht nur konzeptionell, sondern bauen gemeinsam mit <br/>Tourismus-Marketing Brandenburg, Gut Boltenhof und Fraunhofer FIT einen Prototypen für den DIANA T &#8211; Mobility Hub. </p>

<p>Ziel ist es, Mobilitätsangebote vor Ort datenbasiert zu verknüpfen und damit de verkehrstechnische Anbindung vor Ort konkret zu verbessern.</p>

<p><strong>Praxis als Maßstab</strong></p>

<p>Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich: <br/>Technologie entfaltet ihren Mehrwert erst dann, wenn sie in konkreten Anwendungen erprobt wird. </p>

<p><strong>Einblick in die Ergebnisse</strong></p>

<p>Weitere Informationen und Einblicke in die Projektergebnisse finden sich unter: <br/>👉 <a href="http://www.diana-t.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.diana-t.de</a> (Bereich „Publikationen“) </p>

<p><strong>Dank an das Konsortium</strong></p>

<p>Ein besonderer Dank gilt allen Partner*innen im Projekt DIANA-T für die enge Zusammenarbeit.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutschland-Stack: digitale Infrastruktur für ein gutes Leben für alle</title>
		<link>https://difgl.de/nicht-kategorisiert/veranstaltungen/deutschland-stack-digitale-infrastruktur-fuer-ein-gutes-leben-fuer-alle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Greta Lauk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 08:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben uns sehr über die Einladung von Katja Anclam zum Stakeholder-Workshop&#160;„Deutschland-Stack“&#160;gefreut, der kurz vor Jahresende im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens des&#160;Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)&#160;stattgefunden hat. Der Deutschland-Stack wird im aktuellen Prozess als nationale, souveräne Plattform für die Verwaltungsdigitalisierung diskutiert. Ziel ist es, technologische, organisatorische und Governance-Aspekte zusammenzuführen und die föderale Zusammenarbeit zu stärken.. Als fachlicher Referenzrahmen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wir haben uns sehr über die Einladung von Katja Anclam zum Stakeholder-Workshop&nbsp;<strong>„Deutschland-Stack“</strong>&nbsp;gefreut, der kurz vor Jahresende im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens des&nbsp;<strong>Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)</strong>&nbsp;stattgefunden hat.</p>



<p>Der Deutschland-Stack wird im aktuellen Prozess als <strong>nationale, souveräne Plattform für die Verwaltungsdigitalisierung</strong> diskutiert. Ziel ist es, <strong>technologische, organisatorische und Governance-Aspekte</strong> zusammenzuführen und die <strong>föderale Zusammenarbeit</strong> zu stärken.. Als fachlicher Referenzrahmen dient die <strong>Verwaltungs-Referenzarchitektur (VRA)</strong>, die ein <strong>modulares, interoperables und cloud-natives Zielbild</strong> für digitale Verwaltungsplattformen beschreibt und auf <strong>offene Standards, Wiederverwendbarkeit und den Ansatz „Code statt Papier“</strong> setzt.</p>



<p>Aus unserer Sicht bietet der Deutschland-Stack die Chance, eine digitale Infrastruktur zu gestalten, die Verwaltung und damit&nbsp;<strong>das Gemeinwesen stärkt</strong>. Dafür braucht es drei zentrale Grundpfeiler:&nbsp;<strong>die Orientierung an bestehenden Vorarbeiten, ethische Transparenz und Verantwortlichkeit sowie eine klare Ausrichtung auf ein gutes Leben für alle</strong>.</p>



<p>Zentrale Themen des Deutschland-Stacks – insbesondere&nbsp;<strong>Datenräume und Governance-Modelle</strong>&nbsp;– wurden in Projekten wie&nbsp;<strong>GAIA-X oder DIANA-T</strong>&nbsp;bereits erprobt. Diese Vorarbeiten systematisch aufzugreifen, statt parallel neue Strukturen zu entwickeln, kann&nbsp;<strong>Umsetzung beschleunigen, Ressourcen schonen und Vertrauen stärken</strong>.</p>



<p>Gleichzeitig gilt:&nbsp;<strong>Technische Infrastruktur ist auch soziale Infrastruktur.</strong>&nbsp;Um Legitimität und Akzeptanz zu sichern, braucht es&nbsp;<strong>ethische, transparente und überprüfbare Anforderungen</strong>,&nbsp;<strong>partizipative Beteiligung</strong>,&nbsp;<strong>klare Rechenschaftspflichten</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>nachvollziehbare Entscheidungswege</strong>. Governance muss menschenzentrierte Werte&nbsp;<strong>konkret operationalisieren</strong>&nbsp;und Nutzer:innen&nbsp;<strong>kontinuierliche Interventionsmöglichkeiten</strong>&nbsp;bieten.</p>



<p>Der Deutschland-Stack darf kein technischer Selbstzweck sein. Er muss <strong>nachweislich Lebensrealitäten verbessern</strong>, Zugänge erleichtern und <strong>soziale Teilhabe stärken</strong> – nur dann wird er zu einer digitalen Infrastruktur, die Verwaltung unterstützt und ein gutes Leben in einer digitalen Gesellschaft ermöglicht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Märchen trifft KI: difgl-Geschäftsführende im Gespräch über gutes Leben in der digitalen Zukunft</title>
		<link>https://difgl.de/nicht-kategorisiert/presse/maerchen-trifft-ki-difgl-geschaeftsfuehrende-im-gespraech-ueber-gutes-leben-in-der-digitalen-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Greta Lauk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 11:48:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist Künstliche Intelligenz ein modernes Märchen – oder droht sie zum Albtraum für unsere Gesellschaft zu werden?Diese Frage stand im Mittelpunkt des KI-Symposiums „Märchen trifft KI“ im Rahmen der 36. Berliner Märchentage. In Rahmen des Symposiums „Märchen trifft KI“ brachte Märchenland-Geschäftsführerin&#160;Silke Fischer&#160;Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Für das&#160;difgl – Deutsches Institut für Gutes Leben&#160;nahmen&#160;Katja Anclam&#160;und&#160;Christoph Henseler&#160;teil und diskutierten, [&#8230;]]]></description>
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<iframe class="youtube-player" type="text/html"  title="Katja Anclam &amp; Christoph Henseler: Was hat gutes Leben mit KI und Digitalisierung zu tun?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/NsSWA5zy8eY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<h3 class="wp-block-heading">Ist Künstliche Intelligenz ein modernes Märchen – oder droht sie zum Albtraum für unsere Gesellschaft zu werden?<br>Diese Frage stand im Mittelpunkt des <strong>KI-Symposiums „Märchen trifft KI“</strong> im Rahmen der <strong>36. Berliner Märchentage</strong>.</h3>



<p>In Rahmen des Symposiums „Märchen trifft KI“ brachte Märchenland-Geschäftsführerin&nbsp;<strong>Silke Fischer</strong>&nbsp;Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Für das&nbsp;<strong>difgl – Deutsches Institut für Gutes Leben</strong>&nbsp;nahmen&nbsp;<strong>Katja Anclam</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Christoph Henseler</strong>&nbsp;teil und diskutierten, was gutes Leben unter digitalen Vorzeichen heute bedeutet.</p>



<p>Seit der Gründung im Jahr 2021 setzt sich das difgl mit den sozialen, ethischen und kulturellen Folgen von KI und Digitalisierung auseinander. Im Gespräch wurde deutlich, dass KI-Systeme nicht nur technische Werkzeuge sind, sondern gesellschaftliche Macht entfalten.</p>



<p><strong>Thematisiert wurden unter anderem:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die Reproduktion von Diskriminierung durch lernende Systeme,</li>



<li>algorithmische Entscheidungsprozesse in sensiblen Bereichen wie Kreditvergabe oder Bewerbungsverfahren,</li>



<li>die Herausforderung, gesellschaftlichen Fortschritt in datenbasierte Systeme zu integrieren.</li>
</ul>



<p>Mit ihrer interdisziplinären Expertise aus Informatik, Medien, Journalismus, und Geschichte zeigen Anclam und Henseler auf, warum ethische Anforderungen an KI kein Zusatz, sondern Voraussetzung für ein gutes Leben sind.</p>



<p><strong>Fazit:</strong><br>Gutes Leben ist gestaltbar – wenn wir Verantwortung für technologische Entwicklungen übernehmen und KI aktiv an gesellschaftlichen Werten ausrichten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">👉&nbsp;<strong>Zum vollständigen Gespräch:&nbsp;</strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=NsSWA5zy8eY" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=NsSWA5zy8eY</a><strong></strong></h3>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Maren Strack im Interview: Zwischen Technik, Körper und Material: Kunst als Akt der Befreiung</title>
		<link>https://difgl.de/nicht-kategorisiert/presse/maren-strack-im-interview-zwischen-technik-koerper-und-material-kunst-als-akt-der-befreiung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Deckelmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 09:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Künstlerin Maren Strack bewegt sich in ihren Arbeiten an der Schnittstelle von Körperlichkeit, Materialität und Technik. Mit Performances, Installationen und ungewöhnlichen Materialexperimenten fordert sie gängige Vorstellungen von Kunst, Weiblichkeit und körperlicher Grenzerfahrung heraus. Von magnetischen Küchenutensilien über Latexkleider bis hin zu tanzenden Maschinen – ihre Werke sind eine intensive Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Künstlerin <a href="https://maren-strack.de/" target="_blank" rel="noopener">Maren Strack</a> bewegt sich in ihren Arbeiten an der Schnittstelle von Körperlichkeit, Materialität und Technik. Mit Performances, Installationen und ungewöhnlichen Materialexperimenten fordert sie gängige Vorstellungen von Kunst, Weiblichkeit und körperlicher Grenzerfahrung heraus. Von magnetischen Küchenutensilien über Latexkleider bis hin zu tanzenden Maschinen – ihre Werke sind eine intensive Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit und dem narrativen Potenzial von Materialien. Dabei stellt sie oft Fragen zu gesellschaftlichen Rollenbildern und der Transformation von Frauenbildern im Kontext von Kunst, Technologie und Autonomie. In diesem Interview gibt sie Einblicke in ihre kreative Praxis, Inspirationsquellen und die Bedeutung von Kunst als Impulsgeberin für gesellschaftliche Veränderung. Für Maren Strack nutzt das difgl in Zukunft seine Expertise für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf Vernetzung, Vermarktung und Verbindung, so wie es diese auch für kleine und mittelständische Unternehmen zur Verfügung stellt. Wir freuen uns Maren Stracks Arbeit an dieser Stelle vorzustellen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1000" height="428" src="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/the-breathshow.jpeg" alt="" class="wp-image-2119" srcset="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/the-breathshow.jpeg 1000w, https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/the-breathshow-400x171.jpeg 400w, https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/the-breathshow-768x329.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">The Breathshow</figcaption></figure>
</blockquote>



<p><strong>Ihr Werk scheint oft an der Schnittstelle von Körperlichkeit, Materialität und Technik zu operieren. Wie entsteht die Idee für eine Performance – beginnt sie mit einer Bewegungsidee, einem bestimmten Material oder einem technischen Experiment?<br></strong>Das ist ganz unterschiedlich: Bei <em>Frauen am Herd</em> standen Küchenutensilien aus Metall, Magneten an Kostüm und Küchenwänden am Anfang – also das Material. Dazu kamen Elektromagnete in den Plateausohlen der Schuhe, die z.B. Besen und Töpfe anmagnetisieren und wieder loslassen können – also ein technisches Experiment. In der Performance <em>Latex</em> hat wiederrum die Bewegungsidee den ersten Impuls gegeben: Beim Ansehen eines klassischen Ballets hatte ich die Idee, die immense Kraft, mit der Tänzerinnen und Tänzer springen, sichtbar zu machen. Dafür habe ich den Saum eines stark dehnbaren Latexkleides am Boden befestigt: Die Kraft des Sprungs wird also gebremst. Beim Sprung der Tänzerinnenfigur zieht sich das Kleid optisch weit in die Länge, dabei klatscht der Latex-Stoff gleichzeitig laut hörbar gegen die Beine.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="739" height="415" src="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2frauen-am-herd-trailer-zur-performance-high.gif" alt="" class="wp-image-2117"/><figcaption class="wp-element-caption">Frauen Am Herd &#8211; Maren Strack, 2022</figcaption></figure>



<p><strong>Sie setzen Ihren Körper in Ihren Arbeiten oft extremen physischen Belastungen aus. Welche Rolle spielt diese Grenzerfahrung für die Aussage Ihrer Performances? Und wie reflektieren Sie dabei die Erwartungen an weibliche Körper?<br class=""></strong>In der Performance&nbsp;<em>Ytong</em>&nbsp;tanze ich auf einem Ytongstein Flamenco, mit dicken Spikes unter meinen Tanzschuhen – &nbsp;bis der Stein in Schutt und Staub zerlegt ist. Ich gerate durch einen Akt der Zerstörung an meine physischen Grenzen, indem ich den Sockel zerlege, das Podest, auf dem ich tanze. Es wird immer brüchiger, bis ich herunterfalle. Die Skulptur entsteht hier nicht in einem herkömmlichen künstlerischen Schaffensprozess, sondern durch seine Umkehr, die Zerstörung. Damit demontiere ich zugleich das Bild der Tänzerin: Aus dem anfangs “klassischen“&nbsp;Flamenco – in Pumps, mit Kastagnetten – wird mit der Zerstörung des Sockels ein schwankender Balanceakt. Der Flamenco gerät zunehmend aus dem Takt, meine Bewegungen werden unrhythmisch, rudernd, bis ich falle. &nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="640" height="480" src="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2ytong-high-1.gif" alt="" class="wp-image-2118"/><figcaption class="wp-element-caption">YTong &#8211; Maren Strack 2001</figcaption></figure>



<p><strong>Wie wählen Sie Ihre Materialien aus, und was verraten sie über die Narrative, die Sie erzählen möchten?<br></strong>Ich prüfe die Materialien auf ihre choreographische Benutzbarkeit: Wie brechen, fallen, zerbersten, dehnen, klingen, schwingen sie? Sind die Materialprozesse und daraus resultierenden Klänge interessant? Sind die Materialien und ihre installative Anordnung stimmig, entstehen Narrative, die ich manchmal, aber nicht immer kontrolliere. In der Performance <em>Reservereifen</em> habe ich mich mit der Rennfahrerin Clärenore Stinnes befasst; für mich war ihre Geschichte eine Art Untergrund, auf dem ich gearbeitet habe. Oft entstehen die Bilder und Geschichten aber in den Köpfen von Zuschauern und Kunstkritikerinnen: In <em>Muddclubsolo </em>trage ich ein rotes Outdoorzelt als Kleid und hänge an meinen zu einem Zopf geflochtenen Haaren, das hat viele an die Figur der Olympia aus den Erzählungen von E.T.A. Hoffmann erinnert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="647" height="474" src="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2muddclubsolo-high-1.gif" alt="" class="wp-image-2125"/><figcaption class="wp-element-caption">MUDDCLUBSOLO &#8211; Maren Strack 2001</figcaption></figure>



<p><strong>Das Thema Weiblichkeit zieht sich als roter Faden durch Ihre Arbeiten. Wie definieren Sie moderne Weiblichkeit in einem künstlerischen Kontext – insbesondere im Spannungsfeld von Autonomie, Technik und Körper?<br></strong>Es geht sehr oft um Frauenbilder und Frauenrollen. Als ich mein Studium an der Kunstakademie in München begonnen habe, gab es in der Bibliothek ein Regal “Frauen“. So einfach war das: Die wenigen Performance-Künsterlinnen, die es damals gab, sortierte man einfach in eine Ecke. Das war frappierend! Konkret stelle ich in meinen Performances unterschiedliche Fragen. Ein Beispiel: Jahrtausendelang wurden Frauen in fast allen Teilen der Welt auf Küche und Herd reduziert. Auf kleinstem Raum wurden sie eingeengt und eingeschränkt, in ihrer Bewegungsfreiheit, in ihrem Tun, kurz: in ihrer Würde als individuelle Persönlichkeiten mit all ihren Möglichkeiten. Und obwohl sich das in unserer Gesellschaft stark verändert hat, wird noch immer vieles, was Frauen können und tun, in der Werteskala eher niedrig angesiedelt. Mit <em>Frauen am Herd</em> kehre ich an den Ort zurück, wo den Frauen ihr Würde genommen wurde: Es ist eine Heavy-Metal-Kunstperformance mit Haushaltsgeräten. Emanzipiert, selbstbewusst, mit sehr viel Energie. Die Küche wird zum perkussiv-szenischen Klangraum, die Frau am Herd zur Künstlerin, die all das ist, was Frauen lange verboten war: sichtbar, laut (auch leise), einzigartig.</p>



<p><strong><br>Ihre Performances funktionieren oft auch ohne Ihre physische Präsenz, wie etwa in Installationen oder Werkschauen. Was bedeutet diese Unabhängigkeit Ihrer Werke für Ihre Rolle als Performerin und Künstlerin?<br></strong>Eigentlich bedeutet es nur dass ich nicht immer physisch anwesend sein muss.<br>Ich habe einmal probiert mit einer unabhängig von mir laufenden Installation zu performen, der <em>Gehmaschine.</em> Das war eine Maschine, die sieben Paar Tanzschuhe gleichzeitig hat laufen lassen. Diese Schuhe waren von mir mit unterschiedlichen Materialien präpariert, so dass sie unterschiedliche Klänge erzeugten. Im Prozess habe ich gemerkt, dass es uninteressant ist, mit einer stoisch laufenden Maschine zu performen. Letztendlich wurde die <em>Gehmaschine</em> zu einem Ausstellungsstück.<br>Anders als meine Performances sind meine Installationen performativ insofern, als sie sich bewegen, aber es handelt sich um in sich geschlossene, meist repetitive Vorstellungen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="640" height="480" src="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2gehmaschine-high-3.gif" alt="" class="wp-image-2126"/><figcaption class="wp-element-caption">Gehmaschine &#8211; Maren Strack 1996</figcaption></figure>



<p><strong>Das difgl beschäftigt sich mit Fragen des guten Lebens und der gesellschaftlichen Transformation. Welche Impulse kann Kunst – insbesondere performative Installationskunst – Ihrer Meinung nach geben, um über alternative Lebensweisen und Technologien nachzudenken?<br></strong>Kunst ist immer kreativ und innovativ, es gibt also wohl kaum einen Bereich, der mehr Impulse für gesellschaftliche Transformation liefert. Das ist eine Binsenweisheit. Ob Performance und Installation das besser können als andere Kunstformen, weiß ich nicht. Sicher aber passen Installationen in unsere Zeit der Maschinen, und die Performance ist ja als eine Befreiung aus den Zwängen herkömmlicher Kunst-Settings entstanden, insofern tragen beide hoch aktuelle Impule in sich: Die Installation das maschinelle, die Performance die große Herausforderung, die absolute Freiheit mit sich bringt: Hier geht es darum, im riesigen Ozean der Möglichkeiten immer wieder einen Anker auszuwerfen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2img-3483-kl-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2120" srcset="https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2img-3483-kl-683x1024.jpg 683w, https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2img-3483-kl-267x400.jpg 267w, https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2img-3483-kl-768x1151.jpg 768w, https://difgl.de/wp-content/uploads/2024/11/2img-3483-kl.jpg 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
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